[GWMT Forum] 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für die Geschichte und Theorie der Biologie (DGGTB) in Erfurt
David Freis
david.freis at med.uni-augsburg.de
Mo Feb 9 09:52:31 CET 2026
Liebe Kolleg*innen,
gerne mache ich Sie auf den CfP für die 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für die Geschichte und Theorie der Biologie (DGGTB) aufmerksam, die dieses Jahr vom 20.-21. Juni in Erfurt stattfindet und unter dem Thema „Medizin und Biologie“ steht. Weitere Informationen finden Sie unten.
Beste Grüße & einen guten Start in die Woche,
David Freis
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34. Jahrestagung der DGGTB 2026
Die Deutsche Gesellschaft für die Geschichte und Theorie der Biologie (DGGTB e. V.) lädt zur diesjährigen 34. Jahrestagung in die Health and Medical University Erfurt (HMU) ein! Das Tagungsthema widmet sich den vielfältigen Beziehungen der Bereiche Biologie und Medizin. Ob in historischen Wechselwirkungen, in gemeinsamen Begriffen und Theorien oder in institutionellen Praktiken und technischen Entwicklungen – Biologie und Medizin sind eng miteinander verflochten und prägen einander bis heute.
Die Tagung lädt zu Vorträgen ein, die neue Erkenntnisse, methodische Ansätze und gesellschaftlich relevante Fragestellungen an der Schnittstelle von Biologie und Medizin diskutieren.
Call for Paper und Tagungsanmeldung unter: www.dggtb.de <https://www.dggtb.de/jahrestagung>

34. Jahrestagung der DGGTB 2026
Die Deutsche Gesellschaft für die Geschichte und Theorie der Biologie (DGGTB e. V.) lädt zur diesjährigen 34. Jahrestagung in die Health and Medical University Erfurt (HMU) ein! Das Tagungsthema widmet sich den vielfältigen Beziehungen der Bereiche Biologie und Medizin. Ob in historischen Wechselwirkungen, in gemeinsamen Begriffen und Theorien oder in institutionellen Praktiken und technischen Entwicklungen – Biologie und Medizin sind eng miteinander verflochten und prägen einander bis heute.
Die Tagung lädt zu Vorträgen ein, die neue Erkenntnisse, methodische Ansätze und gesellschaftlich relevante Fragestellungen an der Schnittstelle von Biologie und Medizin diskutieren.
Call for Paper
Die Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie e. V. (DGGTB) lädt in Kooperation mit der Health and Medical University Erfurt (HMU) zur Jahrestagung 2026 zum Thema „Biologie und Medizin“ Forscher*innen,Nachwuchswissenschaftler*innen sowie Fachvertreter*innen aus Universitäten, Kliniken, Forschungsinstituten und der Industrie ein, Beiträge aus aktuellen Arbeiten einzureichen.
Ziel der Tagung ist es, neue Erkenntnisse, methodische Entwicklungen und gesellschaftlich relevante Fragestellungen an der Schnittstelle von Biologie und Medizin zu diskutieren.
Einreichungsfrist: 15. April 2026
Begutachtungsfrist: 15. Mai 2026
Mögliche Themenfelder
1. Historische Wechselwirkungen zwischen Biologie und Medizin
Dieses Themenfeld widmet sich der Entstehung, Etablierung und Transformation biologischer und medizinischer Wissensbestände. Im Fokus stehen Wechselwirkungen zwischen beiden Disziplinen: Wie beeinflussten anatomische und physiologische Forschungen medizinische Diagnosen und Therapien? Welche Rolle spielten Laborpraktiken – von Mikroskopie bis experimentelle Pathologie – für das Verständnis des Lebendigen? Beiträge können sich einzelnen Akteuren, Institutionen, Methoden oder Debatten widmen und zeigen, wie sich Grenzen zwischen Biologie und Medizin historisch verschoben haben.
2. Theorienbildung, Begriffs- und Konzeptgeschichte
Hier geht es um theoretische, philosophische und begriffsgeschichtliche Analysen. Begriffe wie Organismus, Krankheit, Gesundheit, Normalität, Variation, Funktion oder Lebensprozess haben in Biologie und Medizin jeweils eigene Traditionen – und zugleich vielfältige Überschneidungen. Willkommen sind Beiträge, die theoretische Modelle, Klassifikationsschemata oder konzeptionelle Kontroversen untersuchen, z. B. zwischen mechanistischen, vitalistischen oder evolutionsbiologischen Ansätzen. Auch die Rolle von Idealtypen, Normen oder statistischen Konzepten kann beleuchtet werden.
3. Institutionen, Praktiken und Wissenskulturen
Dieses Themenfeld befasst sich mit der sozialen und institutionellen Organisation biologischen und medizinischen Wissens. Wie wirkten Universitäten, Kliniken, anatomische Institute, Sammlungen, Museen oder zoologisch-botanische Gärten auf wissenschaftliche Fragestellungen ein? Welche Praktiken – Sammeln, Präparieren, Beobachten, Experimentieren – prägten die Wissensproduktion? Beiträge können die Entstehung und Veränderung solcher Wissenskulturen beleuchten sowie die Verflechtungen zwischen Forschung, Lehre, Öffentlichkeit und wissenschaftlicher Infrastruktur.
4. Technologien und Materialität des Wissens
Forschungsinstrumente und materielle Objekte prägen das Verständnis von Leben und Krankheit. Dieses Themenfeld lädt Beiträge ein, die die epistemische Rolle technischer Innovationen analysieren: von Mikroskopen, Röntgen- und Bildgebungsverfahren über Sequenzierungs- und Molekulardiagnostik bis hin zu Modellorganismen, Zellkulturen, Histologiepräparaten oder digitalen Datenbanken. Wie verändern technische Entwicklungen die Sichtbarkeit biologischer Prozesse und die Deutung medizinischer Phänomene? Welche neuen Erkenntnismöglichkeiten, aber auch epistemischen Grenzen entstehen dadurch?
5. Biopolitische, gesellschaftliche und ethische Dimensionen
Biologie und Medizin sind stets in gesellschaftliche und politische Kontexte eingebettet. In diesem Themenfeld geht es um Fragen der Regulation, Normierung und Bewertung: Wie beeinflussen Gesundheitssysteme, staatliche Interventionen oder bevölkerungspolitische Programme die biologische und medizinische Forschung? Wie werden Konzepte wie Risiko, Prävention, Vererbung oder Lebensführung gesellschaftlich verhandelt? Beiträge können ethische Debatten, Public-Health-Konzepte, politische Programmatiken oder mediale Inszenierungen des Lebens thematisieren.
6. Grenzziehungen, Überschneidungen und neue Konvergenzen
Zwischen Biologie und Medizin verlaufen immer wieder neue Trennlinien – oder sie werden bewusst aufgehoben. Dieses Themenfeld untersucht Hybridbereiche und interdisziplinäre Felder wie Molekularmedizin, Genetik und Genomforschung, Systembiologie, Präzisionsmedizin, Umwelt- und Evolutionsmedizin. Wie entstehen solche Konvergenzen? Welche epistemischen und institutionellen Umbrüche begleiten sie? Willkommen sind Beiträge, die die Dynamik moderner Lebenswissenschaften beleuchten und zeigen, wie neue Problemfelder an der Schnittstelle beider Disziplinen entstehen.
7. Freie Forschungsthemen und Nachwuchsförderung
Neben thematisch fokussierten Beiträgen lädt die Tagung ausdrücklich zur Einreichung von Arbeiten ein, die sich jenseits des Schwerpunktthemas mit Fragestellungen aus Medizin-, Wissenschafts- und Biologiegeschichte auseinandersetzen. Willkommen sind sowohl theoretisch-konzeptionelle als auch empirische, archivalische, museologische oder didaktische Ansätze. Die Offenheit für freie Forschungsthemen soll die Vielfalt des Fachs sichtbar machen und den interdisziplinären Austausch stärken.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Studierende und Promovierende sind ausdrücklich eingeladen, erste Forschungsergebnisse vorzustellen – etwa Abschlussarbeiten, laufende Dissertationen, Projektberichte oder jüngst veröffentlichte Publikationen. Präsentationen können sowohl unfertige Arbeitsstände als auch abgeschlossene Ergebnisse umfassen; Ziel ist ein konstruktiver Austausch, der Raum für Diskussion, Feedback und Vernetzung bietet.
Damit möchten wir jungen Wissenschaftler*innen die Möglichkeit geben, ihre Arbeit in einem wertschätzenden Rahmen sichtbar zu machen und frühzeitig mit der Fachcommunity in Kontakt zu treten.
Bewerbung
Es besteht die Möglichkeit, Panels anzubieten. Besonders erwünscht sind Beiträge, die mehrere Aspekte des Themas zusammenführen. Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Für die Tagung sind für die einzelnen Vorträge derzeit Zeitfenster im Umfang von 15–20 Minuten mit anschließender Diskussion (5–10 Minuten) vorgesehen.
Die Beiträge der Jahrestagung können nach Begutachtung in der Schriftenreihe Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie veröffentlicht werden.
Themenvorschläge im Umfang von ca. 2 000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) werden bis zum 15. April 2026 an unseren Vorsitzenden der Gesellschaft, Dr. Karl Porges (karl.porges at uni-jena.de <mailto:karl.porges at uni-jena.de>) erbeten.
Eine Rückmeldung über Annahme oder Ablehnung Ihres Vorschlags erhalten Sie bis spätestens zum 15. Mai 2026.
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Dr. David Freis
Leiter des Teilbereichs Geschichte der Medizin
Institut für Ethik und Geschichte der Gesundheit in der Gesellschaft
Medizinische Fakultät
Universität Augsburg
Universitätsstr. 2
86159 Augsburg
david.freis at uni-a.de
+49 (0) 821-598-71005
www.uni-augsburg.de/med/iehhs
Zuständiger für die Öffentlichkeitsarbeit der Gesellschaft für Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik (GWMT)
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